In Rudolstadt startet demnächst ein neues Mieterstromprojekt, das wir gemeinsam mit der dortigen Wohnungsgenossenschaft (WGR) umsetzen. Bereits im vergangenen Jahr haben wir in der Robert-Koch-Straße auf mehreren Wohnblöcken Photovoltaikanlagen installiert.

Das Besondere an diesem Projekt ist einfach erklärt: Der auf den Dächern erzeugte Solarstrom kann direkt von den Mieterinnen und Mietern im Haus genutzt werden. Immer dann, wenn die Sonne scheint, kommt der Strom unmittelbar vom eigenen Dach. Wird mehr Energie benötigt oder scheint die Sonne nicht, erfolgt die Ergänzung durch regional erzeugten Ökostrom aus Wasser und Wind, den wir durch die Bürgerwerke vermarkten.

Der Start erfolgt zunächst mit einem Hauseingang. Die weiteren Eingänge werden im Laufe des Jahres technisch angebunden. So wächst das Projekt Stück für Stück, was die Umsetzung erleichtert.

Letzte Woche waren wir vor Ort, um das Projekt persönlich vorzustellen. Bei Bratwurst und Getränken konnten sich die Mieterinnen und Mieter in entspannter Atmosphäre informieren, Fragen stellen und mit uns ins Gespräch kommen. Gerade bei einem Thema wie Mieterstrom ist der persönliche Austausch wichtig, um Abläufe verständlich zu machen und offene Punkte zu klären. Weil viele Fragen erst im direkten Kontakt aufkommen und geklärt werden können. Unser Ziel ist, möglichst vielen den Zugang zum Solarstrom vom eigenen Dach zu eröffnen.

Das Mieterstrommodell bringt mehrere konkrete Vorteile mit sich:

Ein zentraler Punkt ist die Kostenstabilität. Da ein Teil des Stroms direkt vor Ort erzeugt und verbraucht wird, entfallen Transportwege und bestimmte Netzentgelte. Das kann sich langfristig positiv auf die Stromkosten auswirken. Gleichzeitig leisten die teilnehmenden Haushalte durch die Nutzung von lokal erzeugtem Solarstrom einen direkten Beitrag zum Klimaschutz. Hinzu kommt ein Stück mehr Unabhängigkeit. Der Energiebedarf des Gebäudes wird teilweise vor Ort gedeckt, wodurch die Abhängigkeit von externen Strommärkten sinkt.

Das Mieterstromprojekt in Rudolstadt eröffnet Mieterinnen und Mietern eine konkrete Möglichkeit, an der Energiewende teilzuhaben. Denn anders als Eigentümer haben sie in der Regel keine Möglichkeit, selbst eine PV-Anlage zu installieren. Hier entsteht ein lokales System, bei dem Strom direkt vor Ort erzeugt und auch dort verbraucht wird.

Hier geht’s zur Energiegenossenschaft Ilmtal eG

und hier zur Wohnungsgenossenschaft Rudolstadt eG.